• Dominik Renner

Proof of Concept (PoC) Projekte - Ressourcenkiller oder Lebensretter?

Wenn man ein Startup gründet, oder eine neue Geschäftsidee entwickelt, wird von neuen Investoren oder Menschen, die anderes weitig Unterstützung leisten, oft ein Proof of Concept verlangt, um sicherzustellen, dass die Idee auf dem Markt überhaupt eine Chance hat und sie nicht ihr Zeit und ihr Geld verschwenden. In folgendem Artikel wirst du genauer über Proof of Concept Projekte, deren Nutzen für dich und für andere Marktteilnehmer, sowie verschiedene Methoden wie man ein solches Projekt durchführen kann, aufgeklärt.


Was sind Proof of Concept Projekte?

Proof of Concept Projekte sind Projekte, durch die geprüft werden kann, ob eine Unternehmensidee im realen Markt eine Chance hat und ob genügend Umsatzpotential besteht. So kann ein Proof of Concept Projekt auch dabei helfen im vorhinein Fehler in Prozessen oder der Idee an sich zu identifizieren und hilft weiterhin enorm bei der Visualisierung und Zielsetzung eines Projektes.

Außerdem verspricht ein Proof of Concept Projekt nach erfolgreichem Abschluss auch die Akzeptanz der Idee von anderen Marktteilnehmnern. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass Investoren eher ihr Geld in eine Idee oder ein Startup stecken, wenn diese überhaupt zukunftsfähig ist und somit auch gewinnversprechend wirkt.


Proof of Concept Projekte sind für jeden was

Jeder kann ein Proof of Concept Projekt anwenden und das ist auch für jede neue ungetestete Idee, vor allem für neue Unternehmen, Spin-Offs oder Startups sinnvoll. Doch besonders in der IT- Branche und im betriebswirtschaftlichen Kontext sind diese Projekte besonders wichtig. So finden diese Projekte in der IT- Branche vor allem in der Softwareentwicklung ihre Anwendung, denn vor allem hier können schnell kleine Fehler zu verehrenden und auch sehr kostspieligen Problemen werden. Hier spricht man oft in der ersten Phase von einer Prototypenentwicklung, die in einen MVP mündet und erst nach ausreichender Vertestung am Markt in das Serienprodukt weiterentwickelt wird. In der Betriebswirtschaft finden diese Projekte vor allem bei der Marktevalution neuer Projekte oder neuer Dienstleistungen, sowie bei Firmengründungen oder bei der Überprüfung neuer Geschäftsideen ihre Anwendung, da auch hier schnell gravierende Fehler passieren können. Doch wie gesagt ist es eigentlich egal, in welcher Branche du unterwegs bist, Proof of Content Projekte sind immer wertvoll für die Gewinnung von Value, Investoren und der Validierung der ursprünglichen Zielsetzung.


Die verschiedenen Methoden von Proof of Concept Projekten

Wenn du dich nun dazu entschieden hast, ein Proof of Concept Projekt für deine jeweilige Idee etc. durchzuführen, musst du dich nun nur noch entscheiden, auf welche der verschiedenen Strategien du setzen willst. In jeder dieser Strategien wird deine Unternehmensidee darauf geprüft, ob die einerseits profitabel und andererseits wirtschaftlich ist. Dabei solltest du auch auf den erzielten Umsatz, die Anzahl der Kunden und den Break-Even-Point achten. Des weiteren müssen natürlich jegliche Phasen dokumentiert und festgehalten werden.


Zum einen gibt es natürlich wie immer die Möglichkeit das volle Risiko zu fahren. Das heißt, dass die praktische Umsetzung in dem Fall der Erfolgsnachweis ist. Hier wird zwar einerseits ausreichend geprüft, ob die Idee bei der Zielgruppe ankommt und ob genug Ressourcen zur Verfügung stehen. Andererseits heißt das aber auch, dass noch nicht identifizierte Fehler schnell zu Problemen führen und somit das Unternehmen gefährden können. Des weiteren besteht bei dieser Vorgehensweise die Gefahr, dass die Finanzierung nicht mehr möglich ist, da in dieser Phase wahrscheinlich noch keine Investoren eingestiegen sind, die das Unternehmen bei einem Scheitern weiterhin finanzieren könnten.


Die nächste Möglichkeit, die ein geringeres Risiko mit sich bringt, ist die Probe der Idee auf einem kleinen Markt. Das heißt, das Unternehmen wird in einer Art Testballon auf die Probe gestellt. Hier gibt es natürlich den Vorteil, dass es kostengünstiger ist und es noch die Möglichkeit besteht das Unternehmenskonzept oder die Idee zu optimieren, bevor man auf den echten Markt geht. Der einzige Nachteil, der durch diese Vorgehensweise wahrscheinlich entstehen könnte ist, dass Wettbewerber diesen Prozess mitbekommen und die Idee kopieren könnten.


Die dritte sehr bekannte Möglichkeit, ist es eine fundierte Marktanalyse durchzuführen. Diese Methode birgt für dich natürlich das geringste Risiko und ist vor allem sehr kostengünstig. Hier werden natürlich wie in den anderen Methoden wichtige Erkenntnisse erlangt. Jedoch kann es sein, dass eine Marktanalyse nicht von allen Investoren als ausreichender Beweis für eine funktionierendes Unternehmen, was natürlich ein sehr großer Nachteil dieser Methodik ist.

Eine andere Methode, die sehr zu empfehlen ist, ist der [vem:xi]-Ansatz. Dieser birgt ein geringes Risiko und wird von Investoren allgemein anerkannt. Dabei gibt dieser Ansatz die Möglichkeit das Ziel besser zu definieren und im Prozess zeigt er Abhängigkeiten auf. Des weiteren hilft dieser Ansatz dem schnellen und strukturierten Vorgehen eines Prozessmodells sowie dem raschen Entwickeln eines Prototyps. Zudem wird eine Prüfung unter realen Marktbedingungen möglich.


Diese Methode gliedert sich in einen Phasenplan. Die erste Phase ist der Kick-Off Workshop, hier wird dir die Methodik erstmals genauer vorgestellt und erste Ziele werden definiert, des weiteren wird hier die Erwartungshaltung des Unternehmens geklärt. In der zweiten, der [vem:xi:]-Phase, geht es darum diese Methode durchzuarbeiten. Sie gliedert sich in sechs einzelne Phasen. Zuerst wird hier das Kunden- und Werteversprechen spezifiziert, dann kommt es zu einer environmental Analysis, an die sich ein Makro Planning sowie ein Micro Planning anschließen. Erst dann wird ein Mockup–Design erstellt, welches den betroffenen Prozessaktivitäten zugewiesen wird. Zuletzt kommt es zur Simulation aus dem ein klickbarer Prototyp resultiert. Dabei beträgt hier der Zeitaufwand in etwa 130 – 180 Stunden. Als nächstes schließt sich die Präsentationsphase an. Hier kommt die Click- Dummy Präsentation zum Einsatz, des weiteren kann an dieser Stelle auch nach Wunsch Kundenfeedback eingeholt oder sogar ausgewertet werden. Die letzte Phase ist die Hand-Over-Phase. Hier wird entschieden, ob die Idee an das Produkt und Entwicklungsteam weitergegeben wird.


Je nach persönlichem Wunsch kannst du nun ein Modell auswählen und es auf dein Unternehmen individuell anpassen und anwenden.


Fazit

Im Endeffekt lässt sich sagen, dass es auf jeden Fall ratsam ist, vor allem als UnternehmensgründerIn ein Proof of Concept Projekt durchzuführen. Zum einen um natürlich das Konzept zu testen, zum anderen um wichtige Investoren zu finden. Zwar muss man zwischen verschiedenen Methoden jeweils abwägen, doch im Endeffekt kann jeder eine individuelle Entscheidung über das gewünschte Modell treffen, die sich an das Unternehmen anpassen und zum gewünschten Ziel führen wird.


Wenn du Unterstützung auf deinem Weg der Produktentwicklung oder Unternehmensaufbaus bist, vereinbare doch einen kostenlosen Beratungstermin mit uns:


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