• Dominik Renner

Vorsatz für 2021: Ein Startup gründen – eine Anleitung zum Scheitern

Das stürmische Jahr 2020 ist vorbei!

2021 kann alles anders werden!


Gerade zu Beginn eines neuen Jahres ist es die beste Zeit, sich auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr einzustimmen.


Wünsche, Ziele, Träume oder auch lang gehegte – aber nie umgesetzte – Pläne, können wir nun angehen.


Viele Menschen haben schon das ein oder andere Mal daran gedacht, ein eigenes Startup zu gründen.

Endlich unabhängig sein!


Sich endlich als digitaler Nomade selbst zu verwirklichen, zu reisen und dort zu arbeiten, wo es einem gerade gut gefällt, vielleicht sogar mit einer Idee und deren Umsetzung reich zu werden – das erhoffen sich die meisten.


Gehen wir hier einmal davon aus, dass der Plan für 2021 lautet:

Ich möchte ein Startup gründen!


Wir kennen alle so die ein oder andere Geschichte von Menschen, die mit ihrem Startups richtig erfolgreich geworden sind.


Eine Untersuchung von Instagram-Profilen ausgewählter Startup-Gründer zeigt: Alle sind ökonomisch ausgesprochen erfolgreich, reisen um die Welt und werden immer reicher.


Also wie schwierig kann es schon werden, ein erfolgreiches Startup zu gründen?


Die Erfolgsquote von Neujahrsvorsätzen ist indes nicht sehr berauschend.


Statistisch gesehen sind spätestens bis Februar jeden Jahres ohnehin 80 % aller Neujahrsvorsätze „vergessen“ oder werden gar nicht erst angegangen.


Auch neu gegründete Startups überleben oft nicht länger als einen Monat.


Andere sind über Jahre hinweg immer noch Startups und entwickeln sich nicht weiter.


Manch einer arbeitet jahrelang an seinem Startup.

Wenn es dann irgendwann doch scheitert, ist das auch keine erfolgreiche Umsetzung eines Neujahrsvorsatzes mehr.

Jeder Startup-Gründer erwartet, dass sich der Erfolg schnell einstellt.

Mehrere Jahre deines Lebens in ein Start-up zu investieren, ohne dann einen monetären Erfolg zu haben?

Erfolg und Misserfolg liegen so nah beieinander.


Der kleinste Teil der Startup-Gründer denkt zu Beginn darüber nach zu scheitern.

Sie sind von ihrer Idee und ihrem Plan so überzeugt, dass sie nur einen schnellstmöglichen Erfolg sehen!


Wenn dein Neujahrsvorsatz wirklich der ist, ein Startup zu gründen, dann findest du hier eine Anleitung mit „Fail Fast“-Garantie:


Online findest du eine nicht endend wollende Menge an Coaches, Beratern oder Gurus, die den sofortigen Startup-Erfolg für ihre Kunden „garantieren“.


Das einzige, was diese „Fachleute“ aber bieten, ist eine Anleitung zum garantierten und schnellen Scheitern.


Das Motto „Fail Fast“ setzt auf ein schnelles Scheitern der Startup-Gründer.


Hierbei sollen von den Gründern vier Grundsätze strikt befolgt werden:


Neujahrsvorsätze 2019 | 2020 | 2021

Startup gründen – was mit VR/AR | Blockchain | AI

€€€ - Pre-Seed-Investment sichern |Bankkredit| FFF

Team - Tollen Co-Founder finden | Geeigneten Freund beteiligen | Erstbesten beteiligen

Ziel – Next Unicorn | im DACH-Raum etablieren | in Österreich verkaufen

Networking – Leute auf Events kennenlernen | Social Media | Ansprechen lassen

Bildung - 2 Bücher pro Monat | 1 Hörbuch im Monat| 2 Min. 2 Mio. schauen

Work-Life-Balance – Work harder | Work hard | Play hard



1. Erzähle auf keinen Fall jemanden von deiner Idee

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Deine Businessidee braucht ein solides Fundament.

Hast du dies geschaffen, dann spreche auf keinen Fall mit irgendjemand darüber, denn ansonsten kannst du schnell scheitern.


Denke immer daran: Jeder, dem du von der Idee erzählst, möchte deine Idee stehlen, selbst umsetzen oder an den Meistbietenden verkaufen.

Falls – im äußersten Notfall – mit jemandem gesprochen werden muss, dann nur, wenn diese Person eine ausgiebige Verschwiegenheitserklärung unterschreibt (dieses NDA beinhaltet natürlich zu siebenstelligen Strafsummen für den Fall, dass doch darüber zu Dritten gesprochen wird).


Das soll besonders gut bei möglichen Investoren ankommen.

Dadurch wird schließlich signalisiert, dass der Gründer es ernst meint.


Idealerweise wird die Startup-Idee im stillen Kämmerchen umgesetzt, perfektioniert und erst wenn wahrhaftig alles bis ins Kleinste geplant und ausgearbeitet wurde, darf es der Menschheit vorgestellt und präsentiert werden.


Der Überraschungseffekt wird riesengroß sein!


Und es wird immer die Gelegenheit genutzt, ordentlich am Markt vorbei zu entwerfen und zu planen, was natürlich die verlässlichste Quelle für ein Scheitern ist.


2. Setze auf ein gleichgesinntes Team


Vorsicht:

Vielschichtige Teams könnten sich positiv auf das Projekt auswirken.

Vermeide also Diversität bei der Zusammensetzung deines Teams.

Dein Startup Team muss homogen sein.

Nur so vermeidest du Streit innerhalb deines Teams.

Alle Teammitglieder werden einer Meinung sein und in friedlicher Harmonie miteinander arbeiten.

Jeder kann alles und jeder kann überall mitreden, was allenfalls zu friedlichen Diskussionen führt.

Vielleicht hast du auf Ratschlag dieser Spezialisten auch ein Team um dich gescharrt, dass gar nicht über die Fähigkeiten verfügt, die du brauchst.

Das ist aber dann auch kein Problem, denn gewisse Dinge lassen sich doch prima outsourcen!

Es ist doch auch viel billiger, wenn du eine IT-Agentur im fernen Indien (zu indischen Preisen) beauftragst.

Das gibt dir genug Zeit in deinem neuen Unternehmen die mit hochtrabenden Titeln benannten Positionen unter deinen Teammitgliedern zu verteilen:

Max bekommt von seinem Opa für die Dauer seines Studiums jeden Monat € 500,-- „Taschengeld“.

Er war mit seinem Konto noch nie im Minus.

Natürlich ist Max jetzt der ideale CEO und CFO!


Lena hat auf Instagram 300 Follower.

Das ist perfekt und ist deine CMO.


Steve kann nicht wirklich besondere Kenntnisse vorweisen.

Er wird der COO, und somit werden Streitigkeiten zwischen den 3 vermieden.


Alle Positionen sind gleichmäßig verteilt, alle sind glücklich, wie soll das Startup jetzt noch scheitern?

An dieser Stelle ist eine effektive Abkürzung ein ordentlicher Streit z. B. über die Verteilung der Geschäftsanteile.

Ist das nicht herrlich?

Scheitern, schon bevor das Startup gestartet ist – das schaffen nur die Besten.

Last but not least:

Idealerweise besteht das Gründerteam deines Startups aus dir und deinen besten Freunden. Marc Zuckerberg hat es doch vorgemacht, dann kannst du das auch.


Gründest du mit deinen Freunden ein Startup und die ganze Sache geht schief, dann ist nicht nur dein Startup-Traum zerplatzt, sondern du wirst mit Sicherheit auch deine Freunde verlieren.


Doppelte Niederlage!

Doppelter Verlust!


3. Stelle dich auf einen kurzen Sprint zum Erfolg ein


Kurz, schmerzlos und enorm erfolgreich.

So sollte die Erwartungshaltung auf dem Weg zum Startup-Exit sein.

Du hast in zwei Jahren noch keinen Unicorn-Status erreicht?

Dann hast du wohl auf das falsche Pferd gesetzt!

Sei ungeduldig.


Ein Startup ist der schnellste und effektivste Weg zu deinem Reichtum.


Das Motiv der Gründung deines Startups ist es doch, schneller als jeder vor dir Millionär zu werden.


Wenn schon die Tippscheine der Euro-Millionen-Lotterie bisher nicht zum Ziel geführt haben, dann wird das jetzt der Exit deines Startups übernehmen.


Denn wie aus den Medien zu entnehmen ist, gelten Startups als Erfolgsgaranten für schnell zu erreichende Gewinne.


Millionen-Investments, wo man auch hinschaut.

Exits hier, Exits da.

Börsengänge.

IPOs, ICOs, etc.

Lachende Gesichter.

Geldregen.

Und das alles über Nacht.

Alles ist sowieso nur ein schneller Ritt zum Erfolg, deshalb muss auch keine Leidenschaft für die Thematik deines Startups vorhanden sein.

Hauptsache ein Startup in einem Umfeld das gerade total angesagt ist.


AI, Blockchain oder Social Media – oder eine Kombination aus allem?


Wie wäre es mit einem „Tinder“ für einsame künstliche Intelligenzen, basierend auf Blockchain-Technologien?

Singles findest du überall.


Wenn es dann nach ein paar kurzen Monaten soweit ist, steht das KI-Tinder garantiert in der Poleposition.

From Zero to Couple-Hero.

Bingo.

Exit.

Das Triple zum Scheitern.


4. Ordne alles deinem Business unter


Elon Musk hat es bereits auf den Punkt gebracht:

„Starting a company is like eating glass and staring into the abyss “.


Das sollte auch dein Gründungsgedanke werden.

Eine Startup-Gründung muss schmerzhaft sein.

Work Hard, Play Hard.

Oder besser: zuerst ein wenig Arbeit, dann das Vergnügen.


Alle Lebensbereiche müssen der Arbeit untergeordnet werden.

Drinks mit Freunden: absagen.

Sport: streichen.

Schlaf: verringern.

Schläfst du nur noch vier Stunden/Nacht, kannst du 20 Stunden effektiv arbeiten.

Das ist doch die beste Grundlage für Fehlentscheidungen.

Jeden einzelnen Tag.

Alle Lebensbereiche musst du der Startup-Gründung unterordnen, denn so legst du den Grundstein dafür, in anderen wichtigen Lebensbereichen (Beziehung, als Elternteil, Freund, etc.) auch zu scheitern.

Dieser Weg ist die Königsdisziplin des Scheiterns.

Mit einem Quäntchen Glück sind am Ende Startup, Gesundheit und Beziehungen dahin – und das alles in kurzer Zeit.

Großartig.

Quadrupel!

Der Olymp des Scheiterns!


Scheitern möchte gelernt sein beim Startup-Gründen.

„Es gibt mehr Menschen, die kapitulieren, als solche, die scheitern“,

gab bereits Henry Ford zum Besten.

Scheitern möchte gelernt sein.

Kein Startup lässt sich einfach so unterkriegen.

Halte dich konsequent an die erlernten Wege, und deinem Scheitern wird nichts mehr im Wege stehen.

Werden die skizzierten Grundsätze strikt befolgt, bekommt man als Zuckerl gut und gerne einen Gastauftritt im Zuge einer Fuckup-Night.

Garantierter Erfolgsgarant!


Du bist jedoch klüger und nimmst gerne die Abkürzung mit wirklichen Profis?


Hier haben wir für dich die optimale MasterClass – www.entrepreneurship.courses


Hier nimmt man dich an die Hand:

Von deiner eigenen Idee bis hin zu deinem eigenen Unternehmen.

So wirst du viel Zeit, Nerven und auch Geld sparen.

Nicht zu scheitern kann hier auch gelernt sein und gelehrt werden!

Nimm die Abkürzung und werde zum Entrepreneur!



Alles gute auf deinem Weg,

Dom

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